Die Biografien zu unseren Künstlern

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Pierre Fernandez Arman


1928

am 17. November erblickt Armand Pierre als einziges Kind des Antiquitätenhändlers Antonio Fernandez in Nizza das Licht der Welt

1947

im Judo-Club begegnet er Yves Klein, die beiden vertan nicht nur der japanische Kampfsport, auch ihr gemeinsames Interesse für den Geheimbund der Rosenkreuzer, aber auch Astrologie, Buddhismus und den Vierten Weg

1949

besucht die École du Louvre in Paris und belegt die Fächer Archäologie und Orientalistik mit dem Ziel, Auktionator zu werden

1952

Armand Pierre absolviert seinen Militärdienst in Südostasien, dort kämpft Frankreich im Indochinakrieg für den Erhalt seines Kolonialreiches

1953

er heiratet die Komponistin und spätere Wegbereiterin der elektronischen Musik Eliane Radique, mit der er drei Kinder haben wird, und kehrt mit ihr nach Nizza zurück – dort setzt er sich mit den Werken von Serge Poliakoff und Nicolas de Staël sowie afrikanischer Kunst auseinander, seine Gemälde werden fortan immer abstrakter

1956

in der Galerie du Haut-Payé stellt Arman zum ersten mal öffentlich aus, eine Reihe von Gemälden und Cachets (Stempelbildern). Ein Druckfehler auf der Einladungskarte – ein fehlendes „d“ – ist die Mutter seines Künstlernamens Arman

1958

erste Einzelausstellung „Les Olympiens“ in der Galerie Iris Clert in Paris

1959

experimentiert mit eingefärbten Gegenständen und deren Abdrücken auf Papier (allures d’objects) und mit den Inhalten von Mülleimern und erstellt seine ersten „Poubelles“

1960

in der Pariser Wohnung von Yves Klein begründet Arman gemeinsam mit dem Hausherren und Pierre Restany sowie den Künstlerkollegen Jean Tinguely, Raymond Haines, Martial Raysse, François Dufrêne, Jacques Villeglé und Daniel Spoerri die Bewegung „Les Nouveaux Réalistes“

1961

seine Wutanfälle (colères) machen ihn bekannt – Aktionen, in denen er Musikinstrumente wie geigen oder Kontrabässe zertrümmert. Später beginnt er auch mit gezieltem zerschneiden (coupes) oder gar sprengen von Objekten mit Dynamit (combustions). Er beginnt auch mit seinen „Akkumulationen“, (gleichen) Gegenständen, die in Trägermaterial wie Polyester oder auch Beton eingeschlossen werden

1964

erste Teilnahme an der documenta (III) in Kassel

1967

Beitrag für die Weltausstellung in Montreal, Kanada

1968

nimmt an der documenta 4 in Kassel sowie an der Biennale in Venedig als Vertreter Frankreichs teil

1970

Beitrag für die Weltausstellung in Osaka, Japan sowie seine Aktion „Slicing“ – von Besuchern mitgebrachte Objekte werden von Arman zerschnitten – in der Reese Valley Gallery in New York, USA

1971

nach der Scheidung von Eliane heiratet Arman Corice Canton, die beiden haben zwei weitere Kinder

1972

erhält den Ordre national du Meriten (nationalen Verdienstorden)

1977

nimmt an der documenta 6 in Kassel teil

1982

erste große Retrospektiven in Hannover (Sprengel Museum) und Darmstadt (Hessisches Landesmuseum) mit dem Titel „Parade der Objekte“ – im Schlosspark in Jouy-en-Josas errichtet Arman seine 18 Meter hohe Betonskulptur mit 59 darin eingeschlossenen PKW mit dem Titel „Long Term Parking“

1984

Das französische Kultusministerium erhebt Arman zum Kommandeur des Ordre des Arts et des Lettres (Orden der Künste und der Literatur)

1989

Arman wird durch den damaligen Staatspräsidenten François Mitterand zum Ritter der Ehrenlegion ernannt

1990

Auf Grund antisemitischer Äußerungen des Bürgermeisters von Nizza sagt Arman seine Retrospektive im neu eröffneten Musée d’Art moderne et d’Art contemporain de la Ville de Nice ab

1989

die Galerie national du Jeu de Paume in Paris lädt Arman zur Retrospektive in die französische Hauptstadt

1995

in Beirut errichtet Arman das 32 Meter Hohe Monument „Hope for Peace“, diesmal sind allerdings keine PKWs in den Beton eingelassen wie bei „Long Term Parking“, sondern 83 Panzer und Militärfahrzeuge

2005

am 22. Oktober verstirbt Armand Pierre Fernandez 76-jährig in der Stadt, die niemals schläft, in New York City. Seine letzte Ruhe genießt er in Paris auf dem Friedhof Père Lachaise, dort ist er endlich allein – Enfin Seul

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Catalogue Raisonné V

Werksverzeichnis der Gemälde
Serge Poliakoffs von 1966–’69

Französisch / Englisch.
594 Seiten
Autor: Alexis Poliakoff
Herausgegeben: Juli 2016

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