Die Biografien zu unseren Künstlern

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Gabriele Münter


1877   

Am 19. Februar erblickt Gabriele als jüngstes von drei Kindern des Zahnarztes Carl Friedrich Münter und dessen Frau Wilhelmine in Berlin das Licht der Welt.

1878   

Familie Münter zieht von Berlin nach Herford, später nach Koblenz

1886   

Gabrieles Vater Carl Friedrich Münter stirbt, sie ist neun Jahre alt

1897   

Nachdem Ihr bereits während der Schulzeit künstlerisches Talent zugeschrieben wurde besuchte Sie nun die Damenkunstschule in Düsseldorf. Im gleichen Jahr stirbt auch Ihre Mutter.

1898 – 1900   

Finanziell unabhängig durch das elterliche Erbe unternimmt Gabriele Münter gemeinsam mit Ihrer Schwester eine zweijährige Reise nach Amerika – genauer Texas, Missouri und Arkansas. Gabrielle dokumentiert diese Zeit fotografisch.

1901   

Nach der Rückkehr aus den USA zieht sie nach München. Da die Akademie der Künste lediglich Männern offen steht studiert Sie an der Malschule des Künstlerinnen-Vereins in den Klassen von Angelo Jank und Maximilian Dasio.

1902   

Wechsel an die fortschrittliche Kunstschule „Phalanx“. An dieser Schule arbeitet bereits Ihr künftiger Lebensgefährte und Geliebter Wassily Kandinsky als Lehrkraft. Auf einer Exkursion zur Landschaftsmalerei an den Kochelsee lernten die beiden sich kennen.

1903   

Während einer Malreise nach Kallmünz verloben sich Gabriele Münter und Wassily Kandinsky; dieser ist allerdings zu diesem Zeitpunkt noch verheiratet.

1904 – 1905   

Gemeinsam mit Kandinsky unternimmt Münter einige Malreisen, u.a. nach Tunesien, in die Niederlanden, Frankreich und Italien.

1906 – 1907   

Gabrielle Münter übersiedelt nach Paris, an Ihrer Seite einmal mehr Wassily Kandinsky. Von der französischen Moderne unbeeinflusst bleibt Sie Ihrem nachimpressionistischen Malstil allerdings treu. In jener Zeit arbeitet Sie auch stark grafisch, fertigt zahlreiche Linol- und Holzschnitte.

1908   

Rückkehr nach München und Aufbruch nach Lana in Südtirol – jetzt entstehen Ihre spätimpressionistischen und eher kleinformatigen Freilichtstudien.

1909   

Münter erwirbt ein Landhaus in Murnau am Staffelsee. Gemeinsam mit Kandinsky sowie Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky nutzen Sie diesen Ort für eine bedeutungsvolle kreative und vor allem expressionistische Schaffensphase. Namhafte Besucher geben Ihr Stelldichein: August Macke, Franz Marc oder Arnold Schönberg fanden immer wieder Raum für Austausch und Inspiration. Gabriele Münter wird zur Mitbegründerin der „Neuen Münchener Künstlervereinigung“.

1911   

Kandinsky, Franz Marc, Alfred Kubin und Gabriele Münter treten wegen Unstimmigkeiten ob abstrakter Malerei aus der „Neuen Münchener Künstlervereinigung“ aus und begründen den „Blauen Reiter“. Am 18. Dezember kam es zur ersten „Baue Reiter“-Ausstellung in der Münchener Galerie Thannhauser.

1914   

Der ausgebrochene 1. Weltkrieg treib Münter und Kandinsky ins Schweizer Exil. Es kommt zur Trennung, Kandinsky – der in der Schweiz als „feindlicher Ausländer“ betrachtet wird – kehrt nach Russland zurück, Münter siedelt über nach Stockholm.

1915   

Letztmaliges Treffen mit Kandinsky, anschließend verweigert er jeglichen Kontakt zu seiner langjährigen Geliebten.

1917   

Gabriele Münter zieht weiter nach Kopenhagen. Wie Sie erst Jahre später erfährt heiratet Kandinsky in Russland erneut.

1920 – 1924   

Münter lebt abwechselnd in München, Köln und Murnau, leidet an Depressionen und malt fast nicht mehr

1925   

Umzug nach Berlin. Münter greift wieder zum Bleistift und es entstehen – auf Umrisse reduzierte – weibliche Portraits

1927   

Der Philosoph und Kunsthistoriker Johannes Eichner wird Münters neuer Lebensgefährte.

1929 – 1930   

Paris erweckt in Gabriele Münter verloren geglaubte Talente und Ihr künstlerisches Werk bekommt neuen Antrieb.

1931   

Zurück in Murnau entstehen intensive Blumenstillleben und abstrakte Studien.

1937   

Das NS-Regime belegt Gabriele Münter mit einem Ausstellungsverbot, sie zieht sich ins private zurück.

1949   

Retrospektive des „Blauen Reiter“ im Münchener Haus der Kunst – Gabriele Münter ist mit neun Werken vertreten.

1950 

In zahlreichen deutschen Museen ist eine Ausstellung mit Gabriele Münters Gesamt-Werk zu besichtigen.

1955 

Gabriele Münter wird zur Teilnahme an der documenta 1 nach Kassel geladen.

1956 

Die Stadt München erteilt Ihr den Förderpreis der Landeshauptstadt.

1957 

Münter wird 80. und schenkt zu diesem Anlass der Stadt München zahlreiche Ihre Werke aber auch 80 Bilder Kandinskys sowie anderer Mitglieder des „Blauen Reiters“ – diese Werke machten die Städtische Galerie im Lenbachhaus über Nacht weltbekannt.

1958 

Ihr Lebensgefährte Johannes Eichner verstirbt.

1962 

Am 19. Mai stirbt auch Gabriele Münter in Murnau und bezieht gemeinsam mit Eichner dort Ihre letzte Ruhestätte.

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Catalogue Raisonné V

Werksverzeichnis der Gemälde
Serge Poliakoffs von 1966–’69

Französisch / Englisch.
594 Seiten
Autor: Alexis Poliakoff
Herausgegeben: Juli 2016

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